Homepage des Städtepartnerschaftsvereins Ibbenbüren e. V. - Arbeitsgruppe Gourdon
Städtepartnerschaft - Jumelage Ibbenbüren - Gourdon
 Foto Brigitte Striehn
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Archiv - Pressespiegel/Revue de la presse 2001


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Westfälische Nachrichten vom 3. Mai 2001 Stadtrat in Gourdon hat die Partnerschaft schon abgesegnet
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Westfälische Nachrichten vom 22. Mai 2001 Schwarzes Gold zum Reinbeißen
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IVZ vom Mittwoch, 6. Juni 2001 Deutsch ist bei französischen Schülern nicht sehr beliebt
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La Dépêche du Midi vom 08. Juni 2001Le jumelage Gourdon- Ibbenbüren officialisé
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IVZ vom Freitag, 22. Juni 2001 Partnerschaft mit Gourdon
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Westfälische Nachrichten vom 23. Juni 2001 Partnerschaft bitte mit besserer Pflege
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IVZ vom Freitag, 5. Oktober 2001 "Heute ist ein großer Tag"
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IVZ vom Samstag, 6. Oktober 2001 Gourdons Spezialitäten genossen
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Westfälische Nachrichten vom 10. November 2001 Viel größer als ich dachte




Presse Pfeil Westfälische Nachrichten vom 3. Mai 2001 - Stadtrat in Gourdon hat die Partnerschaft schon abgesegnet

-jac- Ibbenbüren. In Gourdon hat sie der Stadtrat bereits abgesegnet, nun fehlt nur noch die Zustimmung der Ibbenbürener Kommunalpolitiker. Dann kann die Städtepartnerschaft mit dem französischen Ort offiziell besiegelt werden. Eine Beschlussvorlage für den Rat ist bereits in Arbeit. Gourdon ist vor allem den Kepler-Schülern bestens bekannt. Ihr Lehrer Bernd Wendker hatte bereits 1997 die Kontakte geknüpft. Die Kleinstadt im Südwesten Frankreichs, zwei Autostunden von Bordeaux entfernt, kennt der Frankreich-Fan aus seinem Urlaub. Es entstanden persönliche Kontakte, die schließlich zum regelmäßigen Schüleraustausch zwischen dem Kepler und dem Lycée Collège Gourdon führten.

Bereits seit 1999 gibt es auch einen Sportleraustausch. Die ersten waren die Ibbenbürener Leichtathleten, die der mittelalterlichen Kleinstadt einen Besuch abstatteten. Später kamen die Boule- und die Tennissportler hinzu. In Gourdon sei man schon länger an einer Städtepartnerschaft interessiert, weiß Bernd Wendker. Die Ratsfrau Claudette Signac war bereits mehrmals in Ibbenbüren und auch im Rathaus zu Gast. Am 19. Mai wird sie erneut kommen, und zwar mit einer Delegation, zu der auch die Bürgermeisterin aus Gourdon zählt. Gemeinsam mit den Schülern reisen sie nach Ibbenbüren. Möglicherweise wird dann bereits die Städtepartnerschaft besiegelt.
Gourdon liegt im Périgord und hat 5000 Einwohner. Der Kern der mittelalterlichen Stadt liegt auf einem Berg. Gourdon lebt größtenteils vom Tourismus, erzählt Bernd Wendker. Doch die Gegend ist auch bekannt für guten Rotwein, für Trüffel und Walnüsse. Die kleine Stadt verfügt über ein großes Schulzentrum mit Gymnasium und Realschule. Es hat ein großes Einzugsgebiet. Zur Zeit werden in Gourdon außerdem zwei Deutschkurse für Erwachsene angeboten, weiß Bernd Wendker zu berichten.

Quelle: Westfälische Nachrichten vom Donnerstag, 03. Mai 2001



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Presse Pfeil Westfälische Nachrichten vom 22. Mai 2001 - Schwarzes Gold zum Reinbeißen

Schwarzes Gold zum Reinbeißen Von Hanna Wielage Ibbenbüren. Ein erster offizieller Schritt zur möglichen Städtepartnerschaft, so Bürgermeister Otto Lohmann, fand gestern im Rathaus statt. Dort empfing er die Bürgermeisterin der französischen Stadt Gourdon, Arlette Feixa. Zwischen der 5000 Einwohner großen Stadt, die im Departement Lot etwa 150 Kilometer östlich von Bordeaux liegt, und Ibbenbüren soll eine Städtepartnerschaft entstehen. In Gourdon wurde die Partnerschaft schon durch den Stadtrat abgesegnet. Bürgermeister Lohmann hofft, dass auch in Ibbenbüren bei der nächsten Ratssitzung am 26. Juni der Partnerschaft mit großer Mehrheit zugestimmt wird. Wenn es denn dazu kommt, freut der Bürgermeister sich besonders auf das Wetter in Südfrankreich, denn eigentlich haben wir hier ja fast immer Winter. Und so eine Partnerschaft sollte schließlich nicht nur schulische und sportliche, sondern auch touristische Interessen berühren.

In Begleitung der Ratsmitglieder Claudette Signac, die für Schulen und Sport zuständig ist, und Silvie Lavelle vom Tourismusamt trug sich Bürgermeisterin Feixa in das goldene Buch der Stadt ein. In ihrer Rede wies die Bürgermeisterin besonders darauf hin, dass Städtepartnerschaften beitragen den Frieden in Europa zu gestalten und zu erhalten. Sie hofft, dass die Partnerschaft zwischen Ibbenbüren und ihrer Heimatstadt dazu beitrage. Außerdem nahmen an der Feierstunde 22 Schülerinnen und Schüler des achten Jahrgangs des Johannes-Kepler Gymnasiums mit ihren französischen Austauschülern teil. Das Kepler-Gymnasium unterhält schon seit einigen Jahren unter der Führung von Französischlehrer Bernd Wendker eine Partnerschaft mit dem Lycée Collège in Gourdon. Aus dieser Schulpartnerschaft entwickelte sich langsam mehr:
Erst gab es einen Sportleraustausch und jetzt soll die offizielle Partnerschaft mit der französischen Stadt folgen. Bürgermeisterin Feixa und ihre Delegation brachten den Bürgermeister und die Fraktionsvorsitzenden mit kleinen gastronomischen Präsenten aus der 1300 Kilometer entfernten Stadt auf den Geschmack. Neben der Spezialität foie gras (Gänsestopfleber) konnten sich die Ratsmitglieder über schwarzes Gold freuen.
Aber anders als in Ibbenbüren handelt es sich dabei nicht um Kohle sondern um Trüffel. Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit den französischen Gästen besuchten deutsche und französische Ratsmitglieder gestern Nachmittag die DSK und fuhren bis auf 1400 Meter Tiefe hinab.

Quelle: Westfälische Nachrichten vom 22. Mai 2001



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Presse Pfeil IVZ vom Mittwoch, 06. Juni 2001 - Deutsch ist bei französischen Schülern nicht sehr beliebt

Deutsch ist bei französischen Schülern nicht sehr beliebt Ibbenbüren/Gourdon . Gourdon, diese 5000-Einwohner-Stadt im Süden Frankreichs, rund 150 Kilometer von Toulouse entfernt, braucht den Kontakt zu Ibbenbüren. Das meinen Marielle Vanhois, Laure Fougeroux und Jean-Claude Calmon, die Lehrer der Lycée Mixte. Sie kehrten mit ihren 20 Schülern von Ibbenbüren wieder in ihre Heimatstadt zurück - mit dem Gefühl, eine "gute Zeit" in Ibbenbüren verbracht zu haben. Und mit der Gewissheit, dass Gourdon und Ibbenbüren bald eine richtige Städtepartnerschaft verbinden sollte. Mit den französischen Gästen und mit dem Schulleiter des Kepler-Gymnasiums sprach Hinrich van Deest.

Wie beurteilen Sie aus der Sicht des rund vierjährigen Schulaustausches mit dem Kepler-Gymnasium die nun mögliche Städtepartnerschaft, nachdem Ihre Bürgermeisterin vor wenigen Tagen die Stadt Ibbenbüren besucht hat? Marielle Vanhois: Nun, unsere Heimatstadt ist ein kleines Radfahrerparadies, wir haben viele Touristen, bei uns gibt es gute Möglichkeiten, zum Beispiel Kultur und Theater im Sommer zu genießen - eine Städtepartnerschaft wird uns und auch Ibbenbüren sicher neue Impulse geben - zum Beispiel in wirtschaftlicher Hinsicht, aber auch in schulischer: Man kann neue, erweiterte Austauschformen anregen, etwa den Austausch von sportlichen oder kulturellen Dingen, etwa Musik.

Gibt es da konkrete Dinge, an die Sie denken? Jean-Claude Calmon: Ja, in wirtschaftlicher Hinsicht geht es natürlich um Ausstellungen, Messen oder Ähnliches, die Politiker besprechen das. Ich als Pädagoge denke zum einen an unsere Schüler. Es ist so, dass unsere Schüler - wir haben rund 700 in den Bereichen Realschule, Gymnasium und Berufsschule - ja generell wenig reisen - einmal, weil wir in einer ländlichen Gegend wohnen, dann auch aus finanziellen Gründen, denn ihre Familien sind nicht reich. Für die Schüler und diese Familien bedeutet eine allgemeine Partnerschaft auch, dass möglicherweise mehr Familien und mehr Kinder, auch außerhalb des bisherigen Schüleraustausches, etwas von Ibbenbüren sehen und kennen lernen, was wir sehr wünschen.
Woran hätten Ihre Schüler, aber auch die Erwachsenen in Gourdon möglicherweise ein besonderes Interesse? Laure Fougeroux: Ich denke da zum Beispiel an den Austausch von Sportgruppen, man könnte auch ein gemeinsames Sportfest oder Sporttreffen machen. Da käme zum Beispiel Handball in Frage, denn unsere Jugendlichen spielen sehr gerne Handball, das ist bei uns sehr populär, populärer sogar als Fußball, wo unsere Profis auch im Moment eigentlich sehr berühmt und auch gut sind.

Marielle Vanhois: Ich kann mir auch vorstellen, dass ein Chortreffen gemacht wird, wir haben mehrere allgemeine Chöre in der Stadt, die sehr gerne auftreten, so etwas verbindet auch viele Menschen, da sind dann sehr viele Menschen beteiligt. Glauben Sie, dass bisherige Erfahrungen des Austausches mit dem Kepler-Gymnasium so in einem neuen Zusammenhang zu sehen sind? Marielle Vanhois: Ja sicher. Wir können ja nicht verhehlen, dass wir zurzeit einen Trend haben, dass immer weniger Schüler die deutsche Sprache lernen wollen. Vielen erscheint die Sprache als zu schwer, was ich als Deutschlehrerin eigentlich nicht bestätigen kann, von der Natur der Sprache her. Aber es ist mehr eine kulturell-ökonomische Entwicklung: Viele meinen, offensichtlich zu Recht, dass man Deutsch in Zukunft in vielen Berufen nicht brauchen wird, meist wird ja schon überall Englisch gesprochen, bei Piloten etwa, in Produktion und Handel, im Business, etwa in Firmen, die mit dem "Air-Bus" zu tun haben. Da könnten durch neue Begegnungsmöglichkeiten, vor allem Freundschaften und durch wirklich bedeutsame Kontakte, neue Anreize geschaffen werden, diese Sprache zu erlernen, was natürlich auch umgekehrt für Jugendliche aus Ibbenbüren gelten kann.

Heinz Steingröver: Ich möchte aus der Sicht als Schulleiter betonen, dass es für mich im Europa der Zukunft besonders wichtig erscheint, Kontakte zu pflegen: Wie soll sonst der politische Begriff "Europa" mit einem Zusammenwachsen der Kulturen, die ja immer auch eine nationale, auch regionale Seite haben, aufgefüllt werden können? So gesehen hilft da keine "globale Kultur", sondern nur eine handgreifliche, erfahrbare. Gerade die konkrete Erfahrung möglichst vieler Menschen ist nötig, dass man sich auch woanders, in einem anderen Teil Europas, "zu Hause fühlen" kann - wenn man von dem manchmal belasteten Begriff "Heimat" einmal absieht. Man muss, auch um den Problemen vieler Austauschentwicklungen entgegenzutreten, viel sehen, viel erleben, vieles "besprechen" können, um wieder zu erleben, dass jede andere Sprache auch eine neue Weltsicht bedeutet.

Wie sehen Sie Ihren diesjährigen Besuch in Ibbenbüren, der nun zu Ende geht? Marielle Vanhois: Wir haben tatsächlich, und das ist das Schöne daran, viel gesehen, viel erlebt - zum Beispiel gehen wir gleich zum Abschluss noch alle zusammen ins Wellenbad, oder auch die Ruhe in Ibbenbüren zu erleben, das war sehr schön. Zumal ich selbst neu an unserer Schule bin und auch das erste Mal beim Austausch dabei. Ich glaube, wir und unsere Schüler haben in den vergangenen Tagen nicht nur äußerlich viel erlebt, sondern auch ein Stück "von innen her" gelernt, und das war uns besonders wichtig.

Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung vom Mittwoch, 06. Juni 2001



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Presse Pfeil La Dépêche du Midi vom 8. Juni 2001 - Le jumelage Gourdon- Ibbenbüren officialisé

Le projet de jumelage entre Gourdon et Ibbenbüren en Allemagne, à l'étude depuis plusieurs années, vient de se concrétiser. En effet, une délégation gourdonnaise, composée d'Arlette Feixa, maire; Sylvie Lavelle, adjointe chargée du tourisme, et Claudette Signac, conseillère municipale déléguée au jumelage, s'est rendue à Ibbenbüren afin d'officiliser le jumelage entre les deux villes.

Une rencontre officielle qui a fait la une des journaux locaux.

Ibbenbüren, 50.000 habitants, est située en Westphalie-Rhénamie et se trouve sur l'axe Amsterdam-Berlin, favorisant l'implantation de nombreuses entreprises. C'est aussi, avant tout, une ville minière employant 2.500 « gueules noires », une région agricole performante et moderne (maïs, porcins) qui possède un cadre de vie privilégié.

Un programme intéressant et varié attendait la délégation gourdonnaise. Visites et entretiens avec les personnalités de la ville, tourisme avec la visite de la petite ville médiévale de Tacklenburg, riche d'histoires et de légendes et la descente dans une mine pour les Gourdonnais qui, après avoir enfilé une tenue adaptée, se sont retrouvés à 1.200 m sous terre. Le programme était agrémenté de repas succulents arrosés de bière et la soirée de bienvenue s'est déroulée dans l'une des plus grandes boîtes de nuit de la région, L'Aura. Plus solennellement, la délégation était conviée à une réception officielle à l'hôtel de ville en présence du maire, M. Otto Lohmann.


TROIS DATES A RETENIR

A cette occasion, Mme Feixa devait remettre aux élus des différents partis des produits gastronomiques de notre terroir. Dans son discours, Otto Lohmann a souligné les liens qui se sont tissés au fil des ans entre les deux villes: échanges scolaires et sportifs ont jeté les bases d'une complicité certaine et, le 26 juin, le conseil municipal d'Ibbenbüren se prononcera définitivement sur l'officialisation du jumelage. Le maire a également remercié plus particulièrement Claudette Signac et Bernd Wendker qui, chacun de leur côté, oeuvrent depuis quatre ans au rapprochement des peuples. A Gourdon, une délibération du conseil municipal, votée à l'unanimité, en date du 29 novembre 2000, a déjà été prise en faveur du jumelage. Mme Feixa a souligné l'importance de l'événement en déclarant: « Lorsque les individus se connaissent et s'apprécient par-delà les races et les religions, malgré leurs divergences, leurs différences de langues et de culture, ils aspirent ensemble à plus d'humanité et de paix ». Outre la délégation gourdonnaise, des élèves de la cité scolaire, accompagnés de leurs professeurs, assistaient à la réception. Leurs professeurs d'allemand, Mme Vaunoie et M. Calmon, ont à leur tour remercié les enseignants et les familles pour l'accueil de qualité réservé aux élèves lors de cet échange.


TextAvant l'officialisation définitive à Gourdon, trois dates à retenir: les Gourdonnais sont invités le week-end du 7 juillet à la grande fête annuelle de l'auto et à la foire aux vins pour présenter un stand de produits gastronomiques locaux. Du 7 au 14 juillet, visite des Allemands à Gourdon. Du 22 août au 1er septembre, déplacement des Gourdonnais à Ibbenbüren.

Les personnes désireuses de participer à ces échanges peuvent contacter Claudette Signac au 05.65.41.43.47 (domicile) ou laisser leurs cordonnées à la mairie de Gourdon, tél. 05.65.27.01.10.


Quelle: La Dépêche du Midi vom 8. Juni 2001  


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Presse Pfeil IVZ vom Freitag, 22. Juni 2001 - Partnerschaft mit Gourdon

Ibbenbüren . Der Haupt- und Finanzausschuss hat sich gestern einstimmig dafür ausgesprochen, eine Städtepartnerschaft mit dem französischen Gourdon zu schaffen. Die Sprecher aller Fraktionen begrüßten die Erweiterung der Städte-Partner- schaften um den 5000-Einwohner-Ort im Department Lot, etwa 180 Kilometer östlich von Bordeaux und 1250 Kilometer von Ibbenbüren entfernt.
Gleichzeitig forderten die Fraktionssprecher unisono, ein Konzept für alle Partnerstädte Ibbenbürens zu erarbeiten, um auch die bisherigen Partnerschaften mit Hellendoorn, Prievidza und Roßlau aufzuwerten. Franz-Josef Gude (Grüne) hatte ein Konzept zur Pflege aller Partnerstädte sowie die Gleichbehandlung aller Partner gefordert. CDU, SPD und FDP stimmten zu. Hans-Jürgen Streich (FDP): "Viele Ibbenbürener wissen gar nicht, welche Partnerstädte wir haben." Gude hatte zudem vorgeschlagen, das bisherige Budget von 25000 Mark für die gesamten Partnerstädte zu erhöhen, um Bürgern und Vereinen den Kontakt mit den Städten zu erleichtern. CDU-Fraktionschef Heinz Rehers schlug vor, erst einmal das Konzept zu entwickeln. Über eine Erhöhung soll nun bei den Haushaltsberatungen 2002 gesprochen werden. ck

Quelle: IVZ vom Freitag, 22. Juni 2001



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Presse Pfeil . Westfälische Nachrichten vom Samstag, 23. Juni 2001 - Partnerschaft bitte mit besserer Pflege

-bn- Ibbenbüren. Gourdon im französischen Department Lot soll die vierte Partnerstadt Ibbenbürens werden. Da waren sich alle Mitglieder des Hauptausschusses am Donnerstag einig. Aber mit der Beziehungspflege, da zeigte sich der Grüne Franz-Josef Gude nun gar nicht einverstanden:
Da sehen wir einen Mangel an Koordination, die eine Hand weiß oft nicht, was die andere tut. Gude forderte denn auch, es müsse ein Betreuungskomitee her, das sich intensiv mit den Partnerschaften beschäftigt. Überdies sollten alle Partnerschaften gleich behandelt werden. Und mehr als die vorhandenen 25000 Mark im Jahr sollten auch ausgeben werden. Was die Sachfragen angeht, war CDU-Chef Heinz-Josef Rehers gleicher Meinung. Was das Geld anging, bremste er: Erst mal ein Konzept, dann sehen wir weiter. Real ist es gegenwärtig so, dass noch nicht einmal die vorhandenen 25000 Mark für die Partnerschaften mit Prievidza (Slowakei), Hellendoorn (Niederlande) und Roßlau (neue Bundesländer) voll ausgegeben werden.
Wir müssen mal überlegen, gab FDP-Mann Hans-Jürgen Streich zu denken, wieviele Bürger nicht wissen, mit welchen Städten wir eigentlich Partnerschaften pflegen.

Quelle: Westfälische Nachrichten vom Samstag, 23. Juni 2001



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Presse Pfeil IVZ vom Freitag, 05. Oktober 2001 - "Heute ist ein großer Tag"

"Heute ist ein großer Tag" Ibbenbüren . Mit einem Festakt im Rathaus der Stadt Gourdon in Frankreich wurde am Dienstag die Städtepartnerschaft zwischen Ibbenbüren und der Kleinstadt im Süden von Frankreich feierlich beurkundet. In der Erklärung zur Städtepartnerschaft verpflichten sich die beiden Bürgermeister, die ständigen Bande zwischen beiden Städten zu bewahren, auf möglichst vielen Gebieten den Austausch der Einwohner zu unterstützen und durch eine bessere gegenseitige Verständigung die europäische Einheit zu fördern.

Bürgermeister Otto Lohmann bedankte sich im Namen der anwesenden Vertreter des Rates der Stadt Ibbenbüren für die Einladung durch die Bürgermeisterin der Stadt Gourdon, Arlette Feixa. Sie seien der Einladung gerne gefolgt. Sie könnten nach der Anreise durch die unterschiedlichen Regionen Frankreichs die vielen deutschen Menschen verstehen, die Frankreich erlebt und lieben gelernt hätten und gerne wiederkommen möchten. Er sei überzeugt, dass dieser Bazillus auch die Ibbenbürener befallen werde. Durch den Beschluss des Rates der Stadt Ibbenbüren im Juni dieses Jahres sei der Grundstein für eine Städtepartnerschaft mit der Stadt Gourdon im Departement Lot gelegt worden. Er habe jetzt den Auftrag wahrzunehmen, ein Konzept zur Durchführung, Pflege und Betreuung der Städtepartnerschaft zu erarbeiten.

Er bedankte sich ausdrücklich bei Claudette Signac und Bernd Wendker, Lehrer am Kepler-Gymnasium, die die Anregung zu dieser Städtepartnerschaft gegeben hätten. Sie sei in Ibbenbüren auf fruchtbaren Boden gefallen. Städtepartnerschaften könnten als das Fundament bezeichnet werden, auf dem die Menschen unterschiedlicher Nationalität und Kultur unmittelbar aufeinander zugehen können. "Sie bilden die Basis, um Vorurteile und Ängste gegenüber den anderen abzubauen. Menschen lernen sich und die Heimat der anderen kennen und schätzen." Abschließend forderte er die Vertreter beider Städte auf: "Lassen Sie uns das Werk beginnen. Versuchen wir, die Idee der Städtepartnerschaft zwischen Gourdon und Ibbenbüren mit Leben zu erfüllen zum Wohle unserer französischen und deutschen Bürgerinnen und Bürger in unseren beiden Städten.

" "Heute ist ein großer Tag", begann Arlette Feixa, Bürgermeisterin der Stadt Gourdon, ihre Begrüßung der zahlreichen Gäste. Sie erinnerte an die ersten Kontakte vor fünf Jahren. Am Anfang eines Prozesses stand der Schüleraustausch zwischen Schülern des Schulzentrums von Gourdon und dem Kepler-Gymnasium in Ibbenbüren. Es folgte der Austausch von Sportlergruppen. Daraus entwickelte sich die Anregung zu einer Partnerschaft. Im Mai dieses Jahres sei sie selbst anlässlich eines weiteren Austausches mit einigen Ratsmitgliedern in Ibbenbüren gewesen. Der herzliche Empfang und die Gastfreundschaft und die vielfältigen Begegnungen hätten sie im Wunsch nach einer Partnerschaft bestärkt. Ziel seien wirtschaftliche, kulturelle, sprachliche, sportliche oder auch einfach menschliche Kontakte

Ein herzlicher Dank galt den Mitgliedern der Partnerschaftskomitees, die seit drei Jahren unermüdlich an der Realisierung des Projektes mitgearbeitet hätten. "Alle zusammen bauen wir ein starkes, vereintes Europa. Diese Schicksalsgemeinschaft kann sich nicht festigen ohne die Vielzahl von Projekten vor Ort, die eine gegenseitige Annäherung ermöglichen." Die Unterschrift unter das gemeinsame Dokument solle keinen Endpunkt setzen, sondern vielmehr den Beginn einer reichen und fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen den beiden Städten bedeuten. Auf die Entstehung der Partnerschaft ging auch Nicole Pittaluga, Generalsekretärin der staatlichen Aufsicht des Departements, ein. Sie unterstütze die Bemühungen um eine engere Beziehung zwischen den verschiedenen Regionen und verband damit die besten Wünsche für die Zukunft. wk

Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung vom Freitag, 05. Oktober 2001



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Presse Pfeil IVZ vom Sanstag, 6 Oktober - Gourdons Spezialitäten genossen

Ibbenbüren. Der Beurkundung der neuen Städtepartnerschaft zwischen Ibbenbüren und Gourdon in Frankreich ging ein umfangreiches Programm für die Delegation aus Ibbenbüren voraus.
1200 Kilometer Fahrt auf der Autobahn lagen hinter ihr, als sie am Sonntagabend nach elfeinhalb Stunden in der südfranzösischen Stadt eintraf. Bürgermeister Otto Lohmann, die stellvertretende Bürgermeisterin Gisela Köster, die Ratsmitglieder Heinrich Westerkamp (CDU), Heinz Steingröver (SPD), Franz-Josef Gude (Grüne), Hans-Jürgen Streich (FDP) und Kepler-Lehrer Bernd Wendker, der den Wunsch der Stadt Gourdon nach einer Partnerschaft überbracht hatte, wurden vom Festkomitee der Gastgeberstadt sehr herzlich begrüßt. Beim Aperitif und einem gemeinsamen Abendessen lernten die Gäste gleich am ersten Abend die Spezialitäten der Partnerstadt kennen: Gänseleberpastete, Entenmagen, Ziegenkäse, Mirabellenschnaps und Rotwein aus dem benachbarten Cahors standen auf der Speisekarte.

Die Herstellung einiger dieser Spezialitäten stand am nächsten Morgen auf dem Programm. Drei Industriebetriebe haben sich auf die Verarbeitung, Konservierung und den Vertrieb der Leckereien dieser Region spezialisiert. Am Nachmittag stand eine Kanufahrt auf der Dordogne auf dem Programm. Obwohl die Besatzung eines Bootes bereits nach 600 Metern Bekanntschaft mit dem Wasser machen musste - das Boot kenterte - wurde die 25 Kilometer lange Fahrt zu einem eindrucksvollen Erlebnis. Kleine Ortschaften am Rande, immer wieder Schlösser auf den Anhöhen, seltene Vögel im Gewässer und am Ufer sorgten für Abwechslung.

Beim Abendessen erfuhren die Gäste einiges über die Zusammensetzung des Stadtrates und seine Besonderheiten. Bei der letzten Wahl hatte die UDF zwar nur mit einem Vorsprung von 130 Stimmen (48,3 Prozent) die Mehrheit erreicht, dennoch stellt sie 21 der insgesamt 27 Ratsmitglieder. Ein typisches Merkmal des französischen Wahlsystems. Um für eindeutige Mehrheiten zu sorgen, erhält die Partei mit der höchsten Stimmenzahl von vornherein die Hälfte aller Mandate. Die weiteren Mandate werden im Verhältnis der erreichten Stimmen verteilt. So verbleiben für die Opposition (drei Sozialisten, zwei Radikal- sozialisten und ein Kommunist) auch nur geringe Möglichkeiten zur Mitbestimmung. Das wurde noch einmal deutlich, als die Ibbenbürener Delegation von der gemeinsamen Opposition zum Mittagessen eingeladen wurde. Bemerkenswert auch die Tatsache, dass die Ratsmitglieder keinerlei Entschädigung für ihre Tätigkeit erhalten. Eine bedeutsame Position innerhalb der Stadtverwaltung nimmt der Generalsekretär ein, der von der Mehrheit des Rates bestimmt wird und der dem früheren Stadtdirektor in Ibbenbüren entspricht. Er ist der einzige Beamte der Stadt.

Dem gemeinsamen Mittagessen war ein Besuch der Cougnac-Höhle vorausgegangen. Sie gehört zu den zahlreichen Tropfsteinhöhlen, die zu einem großen Teil erst vor 50 Jahren entdeckt wurden. Forschungen haben ergeben, dass sie bereits vor 25000 Jahren genutzt wurden und vor 14000 Jahren erneut als Kultstätten dienten. Aus dieser Zeit stammen auch die Bilder an den Wänden, deren Deutung sich weitgehend auf Vermutungen beschränken muss. Die Temperatur in der Höhle liegt durchgehend bei 13 Grad. Deshalb nicht verwunderlich, dass der Eingang zur Höhle vor ihrer Entdeckung der Weinlagerung diente.
Am Nachmittag übernahm Eliza Monribot, die ihre Heimatstadt bereits anlässlich des Schnauferltreffens in Ibbenbüren vorgestellt hatte, die Führung zu den zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Gourdon wurde im 9. Jahrhundert gegründet. Die alte Stadtmauer ist zum Teil noch erhalten. Das Schloss auf dem Schlossberg wurde im 17. Jahrhundert zerstört. Vier Hauptstraßen, verbunden durch zahlreiche enge Gassen, führten von den Stadttoren aus zum Schloss. Durch die Lage an einer alten Römerstraße ergab sich ein reger Handel, der dann auch zu einem gewissen Reichtum führte. Bemerkenswert, dass auf Grund der geographischen Lage auch in den vorhergehenden Jahrhunderten bereits 5000 Menschen in Gourdon lebten.

Im Anschluss an den Empfang im Rathaus präsentierte sich auf dem Rathausplatz die Volkstanzgruppe Los Menestrels Sarlande, die Tänze aus der Region vorführte und dabei auch die Bürgermeister in ihre Tänze einbezog. Mit einem Abendessen, erneut mit vielen Spezialitäten aus der Region, wurde die Ibbenbürener Delegation verabschiedet, verbunden mit dem Wunsch, dass schon bald ein Konzept für die weitere Zusammenarbeit vorgelegt wird. Auf der Rückfahrt durften die Teilnehmer noch einmal die abwechslungsreiche Landschaft der Midi-Pyrenäen genießen, ehe sie sich der Hauptstadt Paris näherten. wk

Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung vom Samstag, 06. Oktober 2001



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Presse Pfeil Westfälische Nachrichten vom 10. November 2001 - Viel größer als ich dachte

Viel größer als ich dachte Von Nina von Dahlern Ibbenbüren/Gourdon. Arlette Feixa ist Bürgermeisterin der neuen Partnerstadt Ibbenbürens, Gourdon in Frankreich. Die WN sprachen mit ihr telefonisch über ihre Eindrücke von der Bergmannstadt. Als sie Anfang Oktober nach Ibbenbüren kam, sei sie doch etwas überrascht gewesen, meint sie: Ibbenbüren ist viel größer, als ich es mir vorgestellt hatte. Und sehr stark industriell geprägt. Das gebe es in Frankreich nicht, dass eine Stadt ein Kraftwerk als Zentrum habe.
Sie sei Städte mit einer längeren Vergangenheit gewöhnt. Gourdon bestehe seit dem Mittelalter. Auch die Landschaft dort sei reicher und interessanter. Aber sie sei sehr freundlich empfangen worden. Bei der Frage, wie die Partnerschaft ihre Stadt bereichern werde, kommt sie sofort auf die Schüler zu sprechen. Dadurch werden sie die Möglichkeit bekommen, ein Land kennenzulernen, das sie bisher noch nicht kannten und die deutsche Sprache besser zu erlernen.

Das Interesse an den Schulen sei ziemlich groß und es seien die Kinder gewesen, die zu dieser Partnerschaft gedrängt hätten. Einige waren schon vorher durch Sport-Austausch in Ibbenbüren und wollten es unbedingt zu einer Partnerstadt machen. Für Deutsche gebe es in Gourdon vor allem die wunderschöne Natur zu entdecken. In der Region lägen interessante Tropfsteinhöhlen und ein Fluss (die Dordogne), der zu allen möglichen Freizeitaktivitäten einlade. Auch wenn die Stadt selbst mit 5000 Einwohnern klein sei: Auch im Mittelalter war sie schon so groß und damals sehr bedeutend.

Gourdon war vor allem für kulinarische Spezialitäten wie Gänseleber bekannt. Die ist auch heute noch sehr zu empfehlen, sagt Arlette Feixa. Außerdem sei die mittelalterliche Architektur natürlich sehr sehenswert. Abschließend sprach die Bürgermeisterin über das liebe Geld. Auch in ihrer Stadt gebe es einen Etat für Partnerschaften. Eigentlich nur für Ibbenbüren, denn andere Partnerstädte habe Gourdon nicht. Aber dieser sei natürlich nicht mit dem in Deutschland zu vergleichen. Gourdon ist zehnmal kleiner als Ibbenbüren und so auch unser Etat, erklärt Arlette Seixa. Sie sei aber trotz der finanziellen Belastung froh, diese Partnerschaft eingegangen zu sein, und hoffe, das junge Bürger profitieren werden.

Quelle: Westfälische Nachrichten vom 10. November 2001





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